Startseite
  Über...
  Archiv
  PoesieSprüche
  Rechtliches
  Rosen
  Segeln
  Buchrezensionen
  ALDEBARAN
  Rainer Maria Rilke
  WUT!!!
  Meine Kurzgeschichten
  Meine Gedichte
  Meine Wallpaper
  Bedeutungsvolle Sachen
  Gästebuch
  Kontakt

   Segel-Forum
   Dem Kai seine Seite
   Der Wettbewerb
   Wichtiger Hinweis !! In einem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem ma
   Die ALDEBARAN
   
   der Tim sein Blog
   Der Bobby sein Blog

http://myblog.de/arwenetawar

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Der Sprung

 

Ich springe.Unter mir fährt ein Zug,ca 100m.Über mir ist strahlender Sonnenschein,doch es bewölkt sich,bald wird es gewittern.Der Zug fährt lngsam,das Dach reflektiertdie Sonne,es blendet mich.Ein Vogel fliegt neben mir,frei,so frei wie ich nun bin!Keine Verpflichtungen mehr.Einfach nur die Freiheit,nie mehr den schmerz der Worte,die in mir wiederhallen, die mein Herz zerschmetterten und meine Seele töteten!Ich bin schon so lange tot!Ohhh,ich hasse alles!Noch 80m,ist das ein gutes GefühlEs ist ein langer zug.Warum mag mich keiner?Warum sieht mich keiner?warum interessiert sich keiner für mich?warum bin ich so alleine?Warum liebt mich keiner?Wird man um mich trauern?Wird man es überhaupt bemerken?Wird mn wissen warum?Was werden meine klassenkameraden denken?noch 60m.Mein tiefschwarzen Kleid bauscht im wind,es ist wunderschön!Tränen rollen mir übers gesicht,Freudentränen,gleich bin ich frei!Frei für immer!Niemand kann mich noch aufhalten!Gleich bin ich bei jenen die ich liebte!Gleich!Noch 50m.der Zug ist vorbei.Die Schienen funkeln im Licht.es bewölkt sich,die sonne verschwindet.Schatten herrscht genau wie in meinem leben.Undurchdringlicher schatten! Warum haben sie mir das angetan?Warum?Warum verstand niemnd meine Hilferufe?Warum nahm man mich nicht ernst?Tränen laufen über meine wangen,schwarze tränen,schwarz wie alles an mir,meine lippen,meine Augen,meine Haare,mein Kleid,alles!Noch 30m.30m vor der freiheit entfernt!Die brücke über mir wird immer kleiner,da stehen Leute an der Brücke.Ob sie mich sehen?Ob sie sich um mich sorgen?In der ferne hört man ein Martinshorn.Jetzt noch 10m!Gleich,gleich,gleich!Gleich muss ich nicht mehr den schmerz,die leere in mir spüren!Ich muss meine eltern,meine Freunde nie mehr sehen!ich werde die worte nie mehr hören!Nur noch 5m.Das Martinshorn wird immer lauter.Was da wohl geschehen ist?nun gewittert es,regen peitscht mir ins gesicht,mein Kleid ist nass.Meine Haare kleben mir im gesicht!nur noch 3m,so weit bin ich früher gesprungen.2m,gleich,gleich.gleich!Tschüss welt ich hab dich gehasst,sehr gehasst!1m.Jetzt,jetzt,jetzt! Endlich frei!!!Endlich Ruhe!!!
meine Hände berühren die Gleise...

 

 

Luca


„ Jetzt fang du nicht auch noch an!“ schrie ich und rannte raus. „ Luca! Luca! Bleib! Bitte!” rief Jenny mir hinterher, doch ich wollte es nicht mehr hören, ich rannte weiter, stolperte und strauchelte. Ich wollte nur weg, alles hinter mir lassen. Jenny blieb zurück, sie schrie mit tränenbelegter stimme „ Luca komm!“ Doch sie konnte mich mal, ich ließ, ich war außer Atem, meine Brust tat höllisch weh, doch ich rannte einfach weiter. Irgendwann stolperte ich und fiel zu Boden. Ich fand keine Kraft mehr um mich aufzurappeln. So robbte ich zum nächsten Baum und lehnte mich gegen ihn. Ich seh mich um, ich bin an meinem See gelandet. Ich hatte gar nicht bemerkt wie ich hierhin gelaufen bin. Langsam beruhigte sich mein Atem. Was ist das alles für eine scheiße! Ging mir durch den Kopf, Dauernd der Streit mit meinen Eltern, und dann auch noch das mit Jenny, sie rastet bei jeder Kleinigkeit total aus. Was ist nur los in letzter Zeit? Grübelnd starre ich auf den See, langsam wird es dunkel, die Kälte spüre ich nicht, nur den Schmerz in mir. Warum passiert immer alles auf einmal? Während ich so nachdenke fällt mir ein Song ein, diesen Song höre ich sonst so gern, jetzt stimmt es mich nur trauriger. Ich summe ihn vor mich hin, meine Hände bewegen sich automatisch mit, es ist als sitze ich wieder im Proberaum. Dort mit meinen Freunden kann ich alles vergessen, dort kann ich al` die scheiß Probleme hinter mich lassen, dort gibt es nur meine Freunde, mich und die Musik, und die gibt mir Kraft!
Doch jetzt soll auch da vorbei sein?! Jetzt kann ich nirgendwo mehr hingehen, wenn ich Kummer habe, nirgendwo werde ich mehr alles vergessen können! Ach alles ist zum Kotzen! Aber echt alles auf dieser scheiß Welt!
Ohne das ich es merke und will, rollen mir Tränen über die Wangen. „ Jetzt bist du auch noch ein Loser!“ Schreie ich wütend in die Stille hinaus, doch es verhallt und kurze Zeit später ist es vergessen. Mir wird klar das nichts für die Ewigkeit ist, manchmal dauert es eben nur kurz. Ich lasse die letzten Jahre Revue passieren, da waren viele schöne Momente, doch das scheint jetzt vorbei zu sein, langsam zerbrechen die Bilder vor meinen Augen, dann liegt es in einem Scherbenhaufen vor mir
Und tatsächlich liegt eine zerbrochene Bierflasche vor mir. Irgendwie fasziniert sie mich, sie zieht mich magisch an. Ich hebe eine Scherbe auf und halte sie ins Mondlicht, fast schwarz schimmert sie. Ihre Ecken sind so spitz und scharf! Ganz langsam und ohne Druck fahre ich über meinen Unterarm, es passiert nichts, ich drücke doller, die Haut reißt auf, es quillt Blut hervor und tropft auf den Boden, ich starre es an und kann an gar nichts mehr denken, ich starre es nur die ganze Zeit an. Am Boden sieht es dunkelschwarz aus, ohne das ich es bemerke schneide ich mir den ganzen Arm noch doller auf, auch den anderen Arm unterziehe ich dieser Behandlung, als ich noch doller drücken wollte, sodass meine Adern durchtrennt werden, gehorcht mir meine Hand nicht mehr, die Scherbe fällt mir aus der Hand. „ Selbst dazu bist du zu schwach!“ Schreie ich voller Schmerz und Wut in die immer noch anhaltende Stille. Ich kann es hier nicht mehr aushalten, es ist einfach zu still, hier muss man über so viel nachdenken! Also gehe ich langsam zurück und komme auf die Hauptstraße.
Blindlings streune ich umher und lande in einer Kneipe. Ich bestelle mir einen Whiskey, jetzt würde ich alles trinken, alles! Ich will nur vergessen! Mein Whiskey wird gebracht, als gerade eine Band anfängt zu spielen, ich kenne diese band, sehr gut sogar! Eigentlich mag ich deren Musik, doch heute klingt sie abscheulich! Sie covern unseren Song, meinen Song! Ich halte es nicht mehr aus! Ich will mehr trinken, doch ich habe kein Geld mehr! Ich drehe mich um und schau in eine andere Richtung und halte mir die Ohren zu, doch es hilft nichts, die Band spielt zu laut. Da entdecke ich ein Mädchen, sie sieht aus wie Jenny, ist nur nicht so groß. Sie läuft jemandem in die arme und begrüßt ihn liebevoll und herzlich dann kuscheln sie die ganze Zeit. Das ist entgültig zuviel! Ich fege mein Glas vom Tisch und renne raus. Ich renne durch die Stadt, total betäubt vom Schmerz, ich merke nicht einmal, dass es regnet! Dabei regnet es sehr doll, langsam lässt der Alkohol nach scheiße! Ich will nicht mehr fühlen!
Ich wundere mich, weil es plötzlich so still ist, ich erwache aus meiner Trance und stelle fest das ich auf einer Brücke stehe, unter mir fließt der Kanal stetig und kalt, wie das Leben. Ich stehe da und starre in den Kanal, ich tue nichts anderes, ich starre nur in das kalte schwarze Wasser. Plötzlich sagt jemand leise und sanft „Finn warte!“ Es war die Stimme eines Mädchens. Sie kam langsam auf mich zu, ich wusste gar nicht was sie meinte, dann sah ich nach unten, ich stand vor dem Geländer, unter mir war nur noch ein kleiner Sims, darunter schwarze kalte Luft und noch tiefer das noch kältere schwarze Wasser. „ Bleib komm nicht näher! Sonst springe ich!“ Ich ließ mich leicht nach vorne fallen, doch sie schrie nicht auf, wie es sonst alle getan hätten, sie kam einfach langsam stetig näher „ Finn ich will dich nicht abhalten zu springen! Ich möchte einfach nur eine Chance haben mit dir zu reden! Nur zu reden!“ Sie war schon fast bei mir. Warum kennt sie meinen Namen? Meinen richtigen Namen? stutze ich. Ich schaue wieder aufs Wasser, ich weiß nicht mehr was ich tun soll, ich weiß nicht mehr was richtig ist. Das Mädchen ist jetzt bei mir, sie legt mir ihre Hand auf die Schulter. Ein warmes Gefühl durchfährt mich. Es ist ein schönes Gefühl, doch der Schmerz in mir ist stärker, ich schüttel ihre Hand ab und will springen, doch sie legt ihre Hand wieder auf meine Schulter, so als ob nichts gewesen ist. „ Finn ich möchte nur reden, hinterher kannst du immer noch springen wenn du willst! Vertrau mir doch!“ Vertrauen, wem kann man noch vertrauen! Dennoch klettere ich zurück, sie zieht mich einfach magisch an, ich weiß nicht ob das richtig ist. Als ich hinter dem Geländer stehe mustere ich sie, sie ist ziemlich groß und ihre Augen sehen aus, als ob sie glühen. Sie sieht mich an und ich starre zurück. „ Finn es ist eine lange Geschichte!“ fängt sie an zu reden, doch ich starre sie weiterhin an. Sie wendet ihren Blick ab dabei streift ihr Blick meine arme, an denen das Blut wieder herunterläuft, die Wunden sind wohl unter der Kraftanstrengung wieder aufgeplatzt. Ohne ein Wort zu sagen riss sie ihr Halstuch in Streifen und verband meine Arme, sie fragte nicht wie alle anderen was genau ich gemacht habe, sie war auch nicht schockiert. Sie verband sie einfach lautlos, hinterher zeigte sie mir ihre arme, auch die waren von Narbe überseht. Langsam fasste ich Vertrauen. Hatte sie etwa das gleiche durchgemacht wie ich?“ „Was ist passiert?“ fragte sie nur, sei meinte nicht womit ich es gemacht habe, sondern was der Grund für meine Niedergeschlagenheit war. „ Ich....Ich...“ fing ich an, doch ich konnte nicht darüber reden, ich würde heulen müssen „ Nichts!“ sagte ich nur und versuchte cool zu sein. „ Du brauchst dich nicht für deine Gefühle zu schämen! Lass ihnen einfach freien Lauf! Erzähl es mir einfach!“ Ich spürte, dass es mir besser gehen würde, wenn ich reden würde, also fing ich an, ich erzählte ihr wie scheiße und sinnlos mein Leben doch war! Sie erklärte mir nicht, dass das vollkommen falsch ist was ich erzähle, sie forderte mich nur auf weiterzuerzählen. Sie hörte mir geduldig zu und als mir die Tränen in die Augen stiegen nahm sie mich in den arm, es war so schön, ich fühlte mich verstanden. Ich erzählte ihr von Jenny, meinen Eltern und der Band. Als ich ihr wieder ins Gesicht sah, sah ich, dass auch sie weinte. Sie sagte mir dann ich erinnere sie an ihr eigenes Schicksal. Dann schwieg sie, doch nach einiger Zeit fragte sie „ Was empfindest du für Jenny?“ „ Ich weiß es nicht!“ antwortete ich ihr. „ Hör auf das was dein Herz dir sagt!“ riet sie mir, ich versuchte auf mein Herz zu hören. Einerseits fühlte ich den Schmerz, weil nicht mal meine Freundin zu mir hielt, andererseits war da diese unendlich große Liebe. „ Ich liebe sie!“ sagte ich und es wurde mir klar, dass ich es immer tun würde, was immer auch geschieht. „ Na siehst du, jemand liebt sich! Hat man dann einen Grund sich umzubringen?“ fragte sie mich. Sie wartete auf keine Antwort, sie sprach gleich weiter „ Geh zu ihr! Zusammen schafft ihr das! Und was die Musik angeht, Musik ist zwar dein leben, aber wenn etwas nicht klappen sollte, ist dein Leben nicht gleich unlebenswert!“ Plötzlich stand sie auf. Sie fing ganz leise an zu singen, ich erkannte den Song, es war mein Song, mein Song der mich ab jetzt immer aufbauen wird! Ich stimmte ein und zusammen sangen wir den ganzen Song, so perfekt hatte er sich noch nie angehört! Ich merkte welche ungeheure Kraft mir der Song gab. „ Danke!“ meinte ich zu ihr, in der ferne dämmerte es schon. Sie lächelt mich nur an und schwieg „ Wie heißt du?“ frage ich vorsichtig, ich wollte wissen wer mir so geholfen hat, Sie schwieg und lächelte weiter, dann sagte sie leise „ Maya“ „ Danke Maya!“ entgegnete ich nur, ich war ihr sehr dankbar, sie verstand mich! Sie nahm meine Hand in ihre und ging mit mir langsam den weg zurück, das letzte Stück lief sie hinter mir. Dort vorne sehe ich schon unseren Proberaum, Jenny sitzt draußen und weint, meine Bandmitglieder saßen neben ihr, auch sie hatten Tränen in den Augen. Wegen mir? Ich drehte mich um, um Maya zu fragen was ich jetzt tun sollte, doch sie war verschwunden, ich schaute mich genau um, doch ich fand sie nicht mehr. Ich war auf mich allein gestellt, doch sie hatte mir genug gezeigt! Sie hat mir die Kraft gegeben über alles zu reden, statt abzuhauen!
Danke Maya




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung